Spektrum reicht vom Barock bis in die Moderne

Oberjesingen: Der Posaunenchor feiert am Sonntag mit einem Konzert sein 70-jähriges Jubiläum

Wenn ein Posaunenchor ganze 70 Jahre alt wird, dann ist das ein Grund zu feiern. Der Posaunenchor Oberjesingen feiert am Sonntag, er lädt ein zu einem Konzert, das vom Barock in die Moderne führen will.

Thomas Morawitzky

Modern sind auch die Beatles, modern sind auch Westlife - noch ein wenig moderner vielleicht gar. Zu ihnen führt der Weg, den die Oberjesinger Blechbläser am Sonntag in der Bricciuskirche ihres Ortes gehen wollen. Sein Schlusspunkt freilich wird ein "Amen" sein, das man mutmaßlich englisch ausspricht - ein traditionelles Spiritual, arrangiert von Jochen Rieger.

 

Das Konzert am Sonntag, 29. November, um 17 Uhr wird für den Posaunenchor Oberjesingen zu einem tatsächlichen Geburtstagskonzert, denn erstmals trat der Chor am ersten Advent 1945 auf. Ein Foto auf der Website des Chors zeigt seine damaligen Mitglieder am Tisch einer Gaststätte, sie proben ihre Instrumente, Butterbrezeln in der Mitte. Die frühen Zeiten des Oberjesinger Posaunenchors waren nicht leicht: 1945 herrschte Not im Land, Geld für Musikinstrumente hatte man nicht. Eine Posaune fanden die Oberjesinger glücklich unversehrt in einem Straßengraben. Sechs Musiker gehörten dem Posaunenchor zu jener Zeit an, und zwei von ihnen leben heute noch, sind längst nicht mehr aktiv, werden das Konzert ihres Chores aber möglicherweise besuchen: Eugen Walz und Heinz Stöffler.

14 Musiker treten auf

2015 gehören dem Posaunenchor 15 Musiker an, 14 von ihnen werden am Sonntag in der Bricciuskirche auftreten, Jürgen Hauke dirigiert. Es spielen fünf Trompeten im Sopran, drei Trompeten und zwei Flügelhörner im Alt, zwei Waldhörner, ein Tenorhorn und eine Tuba. Auf ihr Jubiläumskonzert haben sich die Musiker seit Ende der Sommerferien vorbereitet, zwei Tage eines Probenwochenendes haben sie im Tagungszentrum Hohenwart bei Pforzheim verbracht. Das Konzert wird mit einer Adaption des Halleluja aus Händels Messias beginnen; seine erste Hälfte wird sich auf Barock und Romantik konzentrieren, sich erst später bedachtsam der Gegenwart annähern. Stücke von Tomaso Albinoni, Anton Bruckner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Evard Grieg stehen auf dem Programm, ein Auszug aus dessen berühmter "Morgenstimmung" gehört natürlich dazu. Dann wird in der Bricciuskirche die jüngere Vergangenheit in den Fokus der Blechbläser rücken - mit "Yesterday" zum Beispiel, von John Lennon und Paul McCartney, mit Spirituals wie "Oh when the Saints", und "Highland Cathedral" schließlich, der viel gespielten Melodie aus Schottland.

Vorbericht im Gäuboten

Vorbericht Gäubote zum Konzert
(Für eine größere Ansicht bitte hier oder auf das Bild klicken)

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden ihres Kommentares bestätigen Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen zu haben und sind damit einverstanden dass Ihre eingegebenen Daten bis zum möglichen Widerruf gespeichert werden können.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Don't have an account yet? Register Now!

Sign in to your account

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen